Elegant auf einem glänzenden Blatt sitzend, enthüllt der Heliconius melpomene seine dunkle, fast samtig rote Farbe. Dieser in Mittel- und Südamerika beheimatete Schmetterling gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae), die für ihre farbenfrohen Arten und ihr faszinierendes Verhalten bekannt ist.
Im Stillstand fällt ein unauffälliges, aber bemerkenswertes Detail auf: sein Rüssel, der wie eine Miniaturfeder aufgerollt ist. Dieses Organ, der sogenannte Rüssel, funktioniert wie ein flexibler Strohhalm. Der Schmetterling entrollt ihn, um Nektar aus Blüten zu saugen, seiner Hauptenergiequelle. Außerhalb der Nahrungsaufnahme hält er ihn sicher und geschützt unter seinem Kopf zusammengerollt.
Der Heliconius melpomene ist nicht nur schön – er ist auch intelligent und strategisch. Im Gegensatz zu vielen anderen Schmetterlingen ernährt er sich auch von Pollen, wodurch er länger lebt als der durchschnittliche Schmetterling. Diese Langlebigkeit ist wertvoll für ihren Fortpflanzungszyklus und ihre Lernfähigkeit, denn einige Studien haben gezeigt, dass sich diese Schmetterlinge die nektarreichsten Blüten merken können.
Eine diskrete Begegnung, die jedoch voller Wunder steckt, für diejenigen, die sich die Zeit nehmen, sie zu beobachten.
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