Beim Durchschreiten der Wohnung betritt man einen Raum, der zeitlos wirkt. Hier herrscht Holz, Wärme und Stille. Die Wände, vollständig mit massiven, geschnitzten Paneelen verkleidet, umschließen den Raum wie eine schützende Hülle. Man kann sich förmlich vorstellen, wie das Holz im Wechsel der Jahreszeiten leise knarrt, wie ein Hauch aus längst vergangenen Zeiten, der noch immer in diesem Raum wohnt.
Auf dem Boden verbreiten die rotbraunen Terrakottafliesen ein gedämpftes, fast samtiges Licht, das einen Kontrast zu den farbenfrohen Lichtreflexen durch die Fenster bildet. Diese Fenster, bestehend aus kleinen, rautenförmigen Elementen in getöntem Glas, werfen sanfte Lichtspiele, die über die Wände tanzen. Ihre filigrane Geometrie erinnert an die opulenten Interieurs des späten Mittelalters, in dem dekorative Kunst bereits eng mit dem Bedürfnis nach Komfort verbunden war.
Der Raum beherbergt zudem einige Gegenstände, die diese stille Atmosphäre vervollständigen: einen großen Reisekoffer, dessen Einrichtung von jahrelangen Reisen und Geheimnissen zeugt; einen Schreibtisch und einen Stuhl, die an die Stunden erinnern, die mit dem Schreiben von Briefen, Rechnungen oder diplomatischer Korrespondenz verbracht wurden; Ein robuster, stattlicher Sessel steht da wie ein stummer Zeuge familiärer oder strategischer Gespräche; und schließlich lehnt ein massives, fast imposantes Sideboard an der Wand, wie ein Hüter von Vorräten oder kostbaren Schatullen.
In diesem Raum scheint das Leben vergangener Zeiten beinahe greifbar. Man spürt eine seltene Vertrautheit, als hätten die früheren Bewohner den Raum gerade erst verlassen und das leise Gemurmel ihres Alltags zurückgelassen.
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