Von der Spitze des Glockenturms, überragt von der Statue der Jungfrau Maria, die wie eine gütige Beschützerin dasteht, bietet sich ein weites Panorama. Zu meinen Füßen erstrecken sich die Felder und Hecken der Bocage, verwoben wie die Maschen eines lebendigen Teppichs, den Generationen von Bauern geknüpft haben. Die Feldfrüchte wechseln ihre Grün- und Goldtöne und bilden ein Mosaik, das sanft vom Wind bewegt wird.
In der Ferne, jenseits dieser unveränderlichen Landschaft, erkennt man die zitternde Linie der Küste, eine dünne silberne Narbe, wo Land und Meer aufeinandertreffen. Selbst unter einem tief hängenden Himmel, durchzogen von dunklen Wolken, die wie eine Dünung dahinziehen, offenbart sich die Smaragdküste, ein zarter Schimmer am Horizont.
Dieser Blick vermittelt den Eindruck, sowohl die Intimität des Landes als auch den Ruf des offenen Meeres zu umarmen. Der frische Wind, beladen mit der Gischt der Küste, lässt die Luft dieses Aussichtspunkts vibrieren. Hier strahlt alles Kontraste aus: die bedrohliche Schwere des Himmels und die Ruhe der Felder, die Vertikalität der Kapelle und die Unendlichkeit des Meeres, die flüchtigen Wolken und die Beständigkeit des Felsens.
Die Statue der Jungfrau, reglos in ihrer Helligkeit, scheint über diese wechselnden Landschaften zu wachen. Zu ihren Füßen fühlt sich der Mensch winzig und privilegiert zugleich: Zeuge dieses unaufhörlichen Dialogs zwischen Himmel, Erde und Meer.
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