Auf dem Boden sitzend, in sanftes Licht getaucht, entpuppt sich dieser orangefarbene Hypolimnas misippus als Weibchen, ganz anders als das dunkel schillernde Männchen. Dieser Schmetterling ist auch unter dem charmanten Namen „Purlane Nymphalum“ bekannt, ein Name, der sowohl an die Pflanze erinnert, von der er ernährt wird, als auch an den zarten Flug dieser Art.
Das Weibchen wendet in der Natur eine beeindruckende Taktik an: Es imitiert den giftigen Schmetterling Danaus chrysippus, um sich für Fressfeinde ungenießbar zu machen. Diese nahezu perfekte Nachahmung, die sogenannte Batesianische Mimikry, ist ein faszinierender Beweis für die Genialität der Evolution.
Ihr Verhalten, fast bewegungslos auf dem Boden zu liegen, ist Teil eines „Schlammpfützen“-Rituals: Es absorbiert die in der feuchten Erde vorhandenen Mineralsalze, die für sein Überleben und seine Fortpflanzung unerlässlich sind.
Dieser Moment des Innehaltens auf Bodenhöhe, in dem Schönheit bescheiden und listig wird, ist eine schöne Lektion in Sachen Beobachtung: Er erinnert uns daran, dass selbst die schillerndsten Flügel eine Überlebensstrategie verbergen können, die ebenso subtil wie elegant ist.
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