Während wir unseren Spaziergang entlang der Wehrmauer im Schatten der alten Stadtmauer fortsetzen, enthüllen die Steine immer mehr Geheimnisse. Und dann plötzlich, hinter einer Wegbiegung, taucht er auf: der Turm von San Giovanni, schlicht und imposant, der seit fast fünfzehn Jahrhunderten über die Stadt wacht.
Dieser „byzantinische“ Turm aus dem 6. Jahrhundert zeugt von der Zeit, als Terracina Teil der strategischen Befestigungsanlagen der Tyrrhenischen Küste war. Seine schlichte, aber robuste Architektur, die zwischen Bäumen und alten Steinen hervortritt, erinnert an eine ferne Vergangenheit voller Wachsamkeit, Stille und Widerstand.
Noch heute scheint der Turm von San Giovanni friedlich und still über das historische Zentrum zu wachen und bietet Spaziergängern eine unerwartete Reise ins Herz der antiken Wurzeln der Stadt.
Der Turm von San Giovanni in Terracina scheint jedoch kein byzantinischer Bau aus dem 6. Jahrhundert zu sein, sondern eher ein spätmittelalterlicher.
Historischen Quellen zufolge weisen die Mauern Terracinas byzantinische und mittelalterliche Türme auf, die auf die antike römische Kurtine (Volsker) zurückgehen und einen polygonalen Stil aufweisen, der denen Konstantinopels ähnelt. Der Torre di San Giovanni gehört jedoch nicht zu den ältesten byzantinischen Überresten aus dem 6. Jahrhundert.
Er stammt typischerweise aus dem 12.–13. Jahrhundert, also aus der Mitte des Mittelalters, als die Stadt Teil des Kirchenstaates war und Befestigungsanlagen errichtete, die den damaligen Verteidigungsbedürfnissen angepasst waren.
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