In diesem Teil der westlichen Bastion fällt der Blick sofort auf diese primitive Kanone, ein seltenes Stück, das direkt aus den Anfängen der Artillerie zu stammen scheint. Ihre schlichte, fast grobe Form kontrastiert mit der eleganten Form der benachbarten Kartätsche. In ihren starren Linien und dem dicken Metall erkennt man die Experimentierfreude jener frühen Tage: einer Ära, in der Schwarzpulver die Verteidigungs- und Angriffsmethoden noch zaghaft revolutionierte.
Auf einem rudimentären Gestell ruht diese Kanone und strahlt eine archaische Kraft aus. Sie erinnert an die ersten Angriffe, die ersten zögerlichen Schüsse, die Entdeckung der verheerenden Wirkung von Sprengstoffen. Beim Anblick dieser Kanone kann man sich das gedämpfte Dröhnen in den Bastionen vorstellen, den beißenden Rauch, der zu den Gewölben aufsteigt, und die Kanoniere, die sich bemühten, eine noch unberechenbare Technologie zu beherrschen.
Diese primitive Kanone, bescheiden und doch grundlegend, erinnert den Besucher daran, wie sehr sich Festungen weiterentwickeln mussten, um diese neuen Kriegsinstrumente aufzunehmen. Ein einzelnes Artefakt, das an sich schon einen entscheidenden Wendepunkt der Militärgeschichte markiert.
Historischer Exkurs – Frühe Kanonen
Erste Kanonen tauchten in Europa bereits im 14. Jahrhundert auf.
Sie bestanden oft aus gebogenen Schmiedeeisenstangen, bevor der Guss von Kanonen aus einem Stück beherrscht wurde.
Ihr Kaliber variierte enorm: Manche waren winzig (für den Einsatz gegen Infanterie), andere extrem schwer.
Ihre Reichweite war sehr gering, doch ihre psychologische und zerstörerische Wirkung war bereits beträchtlich. Ungenau eingesetzt, dienten sie dazu, Mauern zu erschüttern, Panik zu verbreiten oder feindliche Formationen zu durchbrechen.
Diese frühen Feuerwaffen markierten den Beginn der Artillerieherrschaft über mittelalterliche Befestigungsanlagen und führten zur Errichtung speziell konstruierter Bastionen, wie beispielsweise jener von Haut-Königsbourg.
Technische Details
KameraOLYMPUS CORPORATION
ModellX400,D580Z,C460Z
BrennweiteF/3.1
Öffnungsgeschwindigkeit1/30 sec.
ISO-EmpfindlichkeitISO-400
Brennweite5.8 mm
Maße2288 pixels × 1712 pixels
Bildauflösung
72 ppp × 72 ppp
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Die primitive Kanone – die Ursprünge der Artillerie
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