Zwei Heliconius clysonymus teilen sich denselben Pflanzensitz, doch der Augenblick ist flüchtig. Während der eine in der Luft verharrt, schwebt der andere mit weit geöffneten Flügeln, für einen kurzen Moment durch die Linse eingefroren. Der Kontrast zwischen Stabilität und Bewegung verleiht der Szene eine ätherische Intensität, als würde der Flug vor unseren Augen beginnen.
Mit seinen schwarzen Flügeln, die von breiten gelben Bändern durchzogen sind, die je nach Unterart manchmal orange gefärbt sind, zeigt Heliconius clysonymus ein klares Warnmuster, typisch für giftige Arten. Wie viele Heliconius nimmt er an Müllerschen Mimikry-Kreisen teil und teilt seine Farben mit anderen Arten, die für Raubtiere ebenfalls unattraktiv sind.
Dieser Schmetterling, heimisch in den feuchten Wäldern Mittel- und Südamerikas, bevorzugt schattige Plätze und Unterholz. Sein Flug ist langsam, fast schwebend, was ihn paradoxerweise schwer zu fotografieren macht, wenn seine Flügel weit geöffnet sind. Dieser eingefrorene Start offenbart die perfekte Symmetrie und die seidige Struktur seiner Flügelspannweite.
Ein seltenes Bild, das die Schönheit der Bewegung und die komplexe Abwehrhaltung eines Schmetterlings einfängt, der zwar diskret ist, aber die Kunst beherrscht, sich sichtbar zu machen, um nicht gefressen zu werden.
Keine KommentareAbsence de commentaire
Zu diesem Foto wurden noch keine Kommentare abgegeben. Erstellen Sie ein Konto und hinterlassen Sie als Erster einen Kommentar.